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HAT MUSK ZU HOCH GEPOKERT ?

 
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meidlinger



Anmeldungsdatum: 22.07.2004
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BeitragVerfasst am: Mo März 01, 2021 12:05 am    Titel: HAT MUSK ZU HOCH GEPOKERT ? Antworten mit Zitat



Dudenhöffer: "Tesla steckt in der Wachstumsfalle"
Von Diana Dittmer

Mit der Fabrik in Grünheide fährt Elon Musk die Kapazitäten seiner E-Autoschmiede massiv hoch. Auto-Experte Dudenhöffer warnt: Es gibt zu viele E-Autos und zu wenige Käufer. "Die Marktanteile schwinden, und die Gewinne sind dünn". In einigen Märkten sei Tesla "quasi nicht mehr vorhanden".

Tesla ist bekannt dafür, beim Wachstum massiv aufs Gas zu drücken. Was lange ein Erfolgsrezept war, könnte sich nun aber rächen. Denn während die Produktionskapazitäten der E-Autoschmiede weiterhin schnell wachsen, sind Marktanteile und Verkaufszahlen geschrumpft. Tesla sei längst an seine Wachstumsgrenzen gestoßen, schreibt der Branchenspezialist Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut Duisburg.

Wenn Tesla im Sommer die Produktion in der neuen Fabrik im brandenburgischen Grünheide aufnimmt, können hier in der ersten Ausbaustufe 500.000 Fahrzeuge vom Band rollen. Weltweit ergibt das für das kommende Jahr eine Produktionskapazität von mehr als 1,5 Millionen Elektroautos.

Werden diese Autos auch Abnehmer finden? Dudenhöffer bezweifelt das. Laut seiner Studie war die Tesla-Produktion schon 2020 nicht voll ausgelastet, im vergangenen Jahr wurden demnach nur knapp 500.000 Teslas ausgeliefert. Die Kapazitätsauslastung lag somit bei nur 50 Prozent. Eine Auslastung von unter 85 Prozent sei mit deutlichen Verlusten verbunden. Tesla bezahlt das hohe Wachstumstempo mit teuren Überkapazitäten, ist der Branchenexperte überzeugt. Es sei eine Situation, "mit der man im Autogeschäft mehr als nur graue Haare bekommen.
Tatsächlich könnte die Lage sogar noch viel schlimmer sein. Für Dudenhöffer lässt das die Monatsstatistik vermuten. Der Branchenexperte sieht deutliche Hinweise, dass der Absatz im Dezember 2020 kräftig gepusht wurde, um die knapp 500.000 Verkäufe 2020 zu erreichen. In den acht großen E-Auto-Märkten in Europa habe Tesla 30 Prozent aller Fahrzeugauslieferungen allein im Dezember getätigt. In Norwegen beispielsweise habe über die Hälfte der Kundenauslieferungen im Dezember stattgefunden, heißt es.

Das sei "kurios", schreibt Dudenhöffer weiter. Die erneut schwachen Januar-Zahlen bestätigen für ihn den kontinuierlichen Abwärtstrend: Laut der Studie fand Tesla in den Niederlanden lediglich Abnehmer für 16 Autos. Audi im Vergleich verkaufte 57 e-tron. Teslas Marktanteil schrumpfte damit von knapp 50 Prozent im Jahr 2020 auf 12 Prozent im Januar 2021. Tesla sei auf dem Markt "quasi nicht mehr vorhanden", heißt es in der Studie. Für Deutschland ergibt sich ein ähnliches Bild: Hier ließ Tesla im Januar 453 Fahrzeuge neu zu, die Marke VW im gleichen Zeitraum 4562 vollelektrische Pkw. "Das Januar-Ergebnis mutet traurig an", so Dudenhöffer.

Hat Tesla überdreht?

Dudenhöffer geht davon aus, dass der Druck auf Tesla weiter steigen wird. Die Konkurrenz kommt mit immer neuen E-Modellen. Neue Wettbewerber aus Europa und jede Menge chinesischer Startups wie Nio, Leapmotor oder Xpeng, tummeln sich inzwischen im Markt. Es sei ein schwieriges Umfeld für Tesla, denn "die Zwerge haben enorme Wachstumsraten", heißt es in der Studie.

Die Latte für 2021 liegt deshalb hoch. Um die vorhandenen Produktionskapazitäten auszulasten, müsse der E-Autopionier seine Verkäufe weltweit verdoppeln. Tesla hat 2020 zwar versucht, mit Kostensenkungen im Batteriebereich und Preissenkungen gegenzusteuern. Allein in China wurde der Preis für das Model 3 innerhalb eines Jahres fünfmal gesenkt, und zwar um 30 Prozent von 54.500 US-Dollar auf 38.300 US-Dollar. In Deutschland purzelten die Preise für das Model 3 laut electrive.net ebenfalls im Januar. Aber besser wird die Lage dadurch nicht. Im Gegenteil, rechnet Dudenhöffer vor: "Klammert man den Gewinn aus CO2-Zertifikaten aus, dann machte Tesla im vierten Quartal einen 'dünnen' Gewinn um die 1000 US-Dollar pro Fahrzeug."

Mercedes als traditioneller Autobauer verdiente im Vergleich - trotz Transformationskosten wegen der E-Mobilitätswende - vor Steuern 5000 Euro pro Fahrzeug. Damit Tesla sein Produktionsziel von einer Million noch erreichen kann, muss sich laut der Studie der Weltmarkt für vollelektrische Fahrzeuge im Jahr 2021 verdoppeln. Gleichzeitig müsste Tesla seine Marktanteile stabil halten. Dudenhöffer hält das für unrealistisch: "Die für den Börsenwert notwendigen Dividenden und Gewinne sind nicht zu sehen. Das gilt auch für die nächsten Jahre."
Quelle: ntv.de

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