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Arbeiterverräter? Studentenverräter? Volksverräter!

 
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Störtebeker



Anmeldungsdatum: 14.05.2006
Beiträge: 1256

BeitragVerfasst am: Mo Jan 22, 2007 10:10 pm    Titel: Arbeiterverräter? Studentenverräter? Volksverräter! Antworten mit Zitat

Wehende rote Fahnen vor dem Ballhausplatz in Wien. Geballte Fäuste, zornige Parolen. Die Menge protestiert lautstark gegen die neue Regierung. Es kommt zu Rangeleien, die Polizei fährt unter Knüppeleinsatz dazwischen.

Nein, wir machen keine Zeitreise ins Jahr 2000, wo Tausende gegen die neue Regierung Schwarz-Blau demonstriert haben, welche angeblich „mitte-rechts“ sein sollte. Aber es stimmt schon, es wird wieder einmal eine Regierung in Österreich angelobt. Und hunderte, nein tausende Menschen demonstrieren dagegen. Diesmal schreiben wir den 10. Jänner 2007: Eine große Koalition aus Sozialdemokraten und „Volks“partei lässt sich genüsslich angeloben. Der frisch gebackene rote Kanzler Gusenbauer erfüllt sich so immerhin einen Kindertraum…

Wer kann sich an eine Regierung erinnern, die bereits vor Amtsantritt die eigene Anhängerschaft gegen sich selbst demonstrieren zu sehen gezwungen war? Ich kann es nicht. Ich kann mich aber auch nicht daran erinnern, dass jemals ein Wahlversprechen gebrochen wurde, bevor die Verantwortlichen auch nur ihre Arbeit aufgenommen haben. Ja, freilich: Natürlich war im Vorhinein immer klar, dass das Versprechen, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen, den etablierten Parteien mit ihrem Tunnelblick nie gelingen wird können. Auch Schlagworte wie „Sicherheit“ oder „soziale Wärme“ waren im Grunde genommen immer dann schon gebrochen, als sie eben von den Politschreiern „erbrochen“ wurden. Aber so konkret wie jetzt? Die Abschaffung der Studiengebühren? Keiner denkt mehr daran! Die konsequente Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit? Niemanden interessierts, ist doch jetzt die ÖVP dafür zuständig. Und diese Kapitulation vor den eigenen Versprechen schon am Abend vor der Tat?

„ICH BIN DA LUSTIGE FREDL UND I’ HAU WEG, WÅS I’ NED BRAUCH“ wird der SP-Parteichef Alfred Gusenbauer von der eigenen Parteijugend verhöhnt, die aus Protest gegen die eigenen Parteibonzen die Netzseite www.abtreten.at ins Leben gerufen hat. „Ich werfe weg, was ich nicht brauche“ ist ein Satz mit Sinn, zeigt es doch sehr schön auf, dass die ganz Oben nur in Reinform das verkörpern, was hier als Allgemeinzustand bezeichnet werden muss: Wir leben in einer globalen Wegwerfgesellschaft. Kinder werfen die Spielsachen fort, wenn sie damit genug gespielt haben. Eltern werfen ihre Kinder weg, wenn sie davon genug haben. Und alle samt werfen Werte und Idealismus über Bord, wenn es anfängt lästig zu werden. Und wer soll es da den Politikern übel nehmen, wenn sie die Wahlversprechen und die Wähler wegwerfen, wenn sie ihr Ziel erreicht haben: Einen warmen, schönen Platz am Futtertrog der Macht.

Im Bezug auf die Koalitionsverhandlungen war immer wieder die Rede von „Verlierern“ oder „Gewinnern“ im Bezug auf die Parteien. Doch der einzig wahre Verlierer dieser Wahl ist wieder einmal das Volk. Denn der Ablauf ist letztlich leider der Gleiche: Die Politiker versprechen – werden gewählt – bekommen ihre Pöstchen und ihre Ministersesselchen – sehen das Geld, riechen den Rubel – vergessen die Wähler, die Anhänger, das Volk – werden korrupt und schaden dem Land!

Das weiß ich und das wissen Sie vermutlich schon viel länger. Das weiß der Großteil der größten Partei, der Nichtwähler, vermutlich auch. Doch wer es bis jetzt wirklich nicht wusste, das sind die internationalen Sozis. Vor allem die von der SPÖ. Und das ist das eigentlich schöne an dieser ganzen, langweiligen Geschichte:
Haben es die Sozis endlich kapiert? Bonze mit roter Krawatte = Bonze mit schwarzem Mascherl!
Ein faules rotes Ei ist genauso schlecht, wie ein faules schwarzes, grünes, oranges oder blaues Ei! Denn, so sagte uns schon Wilhelm Busch, aus faulen Eiern werden keine Küken! Auch nicht, wenn diese rot sind…


“Unter der Häme der anwesenden Parteigranden” hätten Polizisten “wahllos auf die friedlich protestierenden StudentInnen und Jugendlichen” eingeschlagen teilt uns die bis vor kurzem noch SPÖ verliebte ÖH (Österr. Hochschülerschaft) mit.
Tja, liebe „Linke“, man hört eben auf Sozialist zu sein, sobald man vom Staat sein täglich Brot bekommt. Das fängt bei den käuflichen Laufburschen in einer Jugendpartei an, die sich ihre Handyrechnungen von den alten Herren wohlwollend bezahlen lassen. Um dann, wie der Ministrant in der Kirche, nieder zu knien, wann es der gute Pater sagt. Auch, wenn das moralisch nicht immer ganz „koscher“ ist…
Das kann man im Übrigen auf a l l e Parteien und deren stark erkrankte Strukturen anwenden. Denn zuviel Geld verdirbt bekanntlich den Charakter und Abhängigkeit von Zuwendungen löst gleichzeitig von Grundsätzen und Idealen.
Was sich dann sinnbildhaft widerspiegelt, wenn ein sozialdemokratischer Parteiboss durch die Hintertüre das Haus verlässt, um der vor dem Haus demonstrierenden Jugend zu entkommen und dann unter Begleitschutz im Luxus-Schlitten auf weißen Ledersitzen gebettet davon zu brausen.

Und ich sage es der roten Parteibasis – der niemand den ehrlichen Idealismus in Frage stellt - abermals mit Nachdruck: Gestern haben beim Bawag-Skandal “Super-Bonzen-Luxuslinke” auf dem Rücken des Volkes Spekulation betrieben! Heute haben Bonzen desselben Schlages das vor der Wahl gegebene Versprechen gebrochen! Nicht allein Arbeiterverräter. Nicht allein Studentenverräter. Nein, ich berufe mich auf meinen Parteiobmann, der die Übersicht bewahrend schon vor der letzten Wahl feststellte: Volksverräter! Volksverräter sind es, die vor der Wahl vorsätzlich Unwahrheiten verbreiten, um gewählt zu werden!


Doch wir sollten daraus für die Zukunft lernen. Und ich stelle abschließend eine provokante These auf: Niemand ist gefeit vor Bestechung und Korruption, wenn er denn in Versuchung gerät. Niemand, egal welcher Partei er angehört. Warum erlöst man die Politik nicht von ihrer Versuchung, indem man die überteuerten Luxusgehälter abschafft? Hält man sich dann nicht die Unehrlichen und Verräter vom Hals? Wenn nur der Politik macht, der aus Idealismus und Überzeugung antritt, um die Regelung der Angelegenheiten der Gemeinschaft in die Hand zu nehmen! … Wer will jetzt noch Politiker sein?

Retschitzegger Andreas
Stv. Obmann Ring Freiheitlicher Jugend (RfJ- Linz-Land)

_________________
In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)
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Alki



Anmeldungsdatum: 07.01.2006
Beiträge: 77

BeitragVerfasst am: Di Jan 23, 2007 1:49 am    Titel: Antworten mit Zitat

” Wer hat uns verraten ? Sozialdemokraten!”

brüllte die rosa Parteibasis und Bundeskanzler Grusi meinte, das sind altkommunistische Parolen. austria 987 whisper
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Aurora



Anmeldungsdatum: 09.03.2005
Beiträge: 88

BeitragVerfasst am: Di Jan 23, 2007 2:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.youtube.com/watch?v=6U-d73zO8eY

Ha, ha, schon älter, aber passend. Laughing
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