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Drama bei Zwangsräumung

 
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Fidelio



Anmeldungsdatum: 22.03.2004
Beiträge: 1208
Wohnort: CH-3400 Burgdorf

BeitragVerfasst am: Di Mai 24, 2011 4:11 pm    Titel: Drama bei Zwangsräumung Antworten mit Zitat

Heute hat ein 35-jähriger Mann bei der Zwangsräumung seiner Wohnung eine Polizistin erschossen.

Diese Tat erstaunt mich nicht. Weshalb erstaung sie mich nicht. Ganz einfach: Unser Sozialstaat hat sich einmal zur Aufgabe gemacht, es soll kein Mensch in der Schweiz not leiden. Wir haben genug um jeden Menschen abzufedern. DAS WAR MAL VOR LANGER, LANGER ZEIT SO. Seit einigen Jahrzehnten ist dem nicht mehr so. Seit die Schweiz von Asylsuchenden geradezu überschwemmt wurde - dies war in den 80er Jahren der Fall - ist es nicht mehr so. Und ich kann aus eigener Erfahrung erzählen. Ich weiss was es heisst beim Sozialamt anzuklopfen um Unterstützung für die Krankenkassenprämien zu bezahlen. Im Jahre 2001 war ich kurz nach dem Erwerb eines Einfamilienhauses Stellenlos. Und da die Weihnachtszeit vor der Tür stand, habe ich beim Sozialamt um einen Beitrag angefragt. Die Antwort die ich erhielt, war sehr aufschlussreich. Ich hätte ja von der Firma einen Anteil des 13. Monatslohnes erhalten und somit kann ich ja ganz gut leben. Auf meine Antwort, ich habe den ganzen Lohn gebraucht um Rechnungen und den Hypothekarzins zu bezahlen. Erhielt ich zur Antwort, sie können mir nichts geben, da ich ja noch den 13. Monatslohn habe oder ob ich den sonst aufgebraucht hätte, da ich nichts mehr habe von meinem Anteil. Auf den erneuten Hinweis, dass ich den Lohn gebraucht habe um die Rechnungen und den Hypothekarzins zu bezahlen, erhielt ich erneut ein Nein. Nach langem hin und her und der Bemerkung, dass ich nicht von Schwarzerhautfarbe bin, erhiel ich einen Vorschuss von CHF 500.00, welcher bei der ersten Auszahlung vom Arbeitsamt wieder abgezogen wird.

Im Februar 2011 erhielt ich die Auskunft auf die Frage für Unterstützung - weil ich Stellenlos bin - und die Krankenkassenprämie nicht begleichen kann, sie könne mich nicht unterstützen, da ich über dem Existenzminimum vom Betreibungsamt noch Lohn erhalte. Ich erhalte im Moment CHF 2707.00 von der Arbeitslosenkasse ausbezahlt (2131.50 Euro). Der Hypothekarzins beträgt monatlich CHF 1500.00 ( 1181.10 Euro), die Krankenkassenprämien betragen monatlich für eine 4 köpfige Familie CHF 1267.50 (998.03 Euro). Nun kommt noch ein Einkommen von einer Reinigungsarbeit dazu von CHF 800.00 (629.92 Euro) und noch die Alimentenzahlung von CHF 1200.00 (944.88 Euro). Klar sind das eine schöne Summe, diese sind aber Brutto, das heisst, da kommen noch sämtliche Unterhaltskosten, wie Telefonie, Strom, Wasser, Abwasser, Fernsehen, Inernet, Autohaftpflichversicherung, Mobiliarversiherungen, Steuern und Gebäudeversicherung dazu. Nun, eben wir erhielten nur den Kommentar, wir können nichts für sie tun.

Und nun liesst man solche Artikel in der Zeitung. Da wundert mich nichts mehr überhaupt nichts mehr. Und nebenbei, es ist nicht das erste mal, dass ein Mensch so austickt.
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Fidelio



Anmeldungsdatum: 22.03.2004
Beiträge: 1208
Wohnort: CH-3400 Burgdorf

BeitragVerfasst am: Di Mai 24, 2011 4:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Und um dieses Drama handelt es sich. Man beachte die Ausrede: Er hat schon immer Schwierigkeiten gemacht und war des öftern alkoholisiert.

Das Problem wollte niemand sehen und ihm helfen für was denn, bei uns muss niemand angst haben und niemand muss am Hungertuch nagen. Nee, nicht doch bei uns in der sauberen Schweiz. Wäre er ein Asylant, hätte er keine solche Sorgen gehabt. Da wäre gut geschaut worden zu ihm. Die Wohnung, Krankenkassenprämien, der Unterhalt ein Taschengeld alles wäre bezahlt gewesen.






Zitat:
Emmentaler erschiesst Polizisten - Täter verhaftet

In Schafhausen BE hat hat ein 35-jähriger Mann bei einer Zwangsräumung auf Polizisten geschossen. Dabei wurde ein Beamter getötet, einer wurde verletzt. Die Nachbarn sind entsetzt ob der Bluttat.

Zwei Polizisten klingeln heute Morgen um 8 Uhr bei Roger F., um eine Zwangsräumung zu vollstrecken. Doch der Emmentaler reagiert nicht. Als die Polizisten versuchen, die Türe gewaltsam aufzumachen, geschieht das Unfassbare. Der 35-Jährige eröffnet aus dem Inneren des Hauses das Feuer auf die zwei Ordnungshüter.

Der ältere der beiden Polizisten - ein 39-Jähriger - wird in der Bauchgegend getroffen. Er stirbt trotz Reanimationsversuchen noch am Tatort. Der zweite Polizist, ein 29-Jähriger, wurde am Oberarm verletzt, kann aber über Funk Verstärkung aufbieten.

Nachbarn sind entsetzt

Eine Polizeipatrouille verhaftet schliesslich den Täter, als sich dieser bereits ausserhalb des Hauses befindet.

Was trieb Roger F. zu dieser Wahnsinnstat? Die Nachbarn sind entsetzt: «Ich sah ihn jeweils mit dem Velo nach Hasle-Rüegsau fahren, dann hat er freundlich gewinkt», sagt eine Nachbarin zu 20 Minuten Online. Sonst habe man Roger F., der unter Alkoholproblemen leide, fast nie draussen gesehen. Er habe am Dorfleben kaum teilgenommen. Laut einem anderen Nachbarn hat Roger F. eine Lehre als Strassenbauer gemacht. Was nachher mit ihm passiert sei, wisse er nicht.

Trauer beim Gemeindepräsidenten

Der Gemeindepräsident von Hasle bei Burgdorf, Walter Scheidegger, hat sich nach dem dramatischen Ereignis in Schafhausen im Emmental tief betroffen gezeigt.

«Dass so etwas ausgerechnet auf dem Land geschieht, wo das friedliche Zusammenleben doch funktionieren sollte, ist ein Wahnsinn», sagte Scheidegger am Dienstag zur Nachrichtenagentur SDA.

(job/sda)

Quelle: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Emmentaler-erschiesst-Polizisten---Taeter-verhaftet-17214555

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hbss



Anmeldungsdatum: 21.10.2004
Beiträge: 1310

BeitragVerfasst am: Do Jan 24, 2013 6:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Warum hat ein Asylant keine Sorgen?
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Fidelio



Anmeldungsdatum: 22.03.2004
Beiträge: 1208
Wohnort: CH-3400 Burgdorf

BeitragVerfasst am: Do März 07, 2013 1:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hbss hat folgendes geschrieben:
Warum hat ein Asylant keine Sorgen?


Wie beschrieben oben. Die erhalten bei uns so alles was sie benötigen. Leider durfte ich dies gerade erst wieder erleben und zwar selbst.

Wäre ich von einem anderen Land gekommen und als Flüchtling, dann hätten wir alles erhalten was wir uns gewünscht hätten, ausser vielleicht einen Ferrari.
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hbss



Anmeldungsdatum: 21.10.2004
Beiträge: 1310

BeitragVerfasst am: Do März 07, 2013 2:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:


Die erhalten bei uns so alles was sie benötigen.


Du hast noch nie das Wort Mobbing gehört.
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Fidelio



Anmeldungsdatum: 22.03.2004
Beiträge: 1208
Wohnort: CH-3400 Burgdorf

BeitragVerfasst am: Di März 12, 2013 3:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hbss hat folgendes geschrieben:
Zitat:


Die erhalten bei uns so alles was sie benötigen.


Du hast noch nie das Wort Mobbing gehört.


Oh, doch ich kenne Mobbing nur zu gut, da ich selbst schon Opfer war von Mobbing, so wie auch meine Kinder.

Es ist leider so, dass hier bei uns in der Schweiz grosse Unterschiede gemacht werden. Und man stelle sich vor, es gab sogar schon Politiker die das bemerkt haben und zugeben mussten, dass Asylsuchende mehr Unterstützung erhalten, als so mancher Schweizerbürger. Traurig.

Und so hat dies mit Mobbing nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Hätte man diesem Mann vielleicht von Anfang an die nötige Unterstützung entgegengebracht, so wäre dies vielleicht nicht geschehen.
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hbss



Anmeldungsdatum: 21.10.2004
Beiträge: 1310

BeitragVerfasst am: Di Nov 19, 2013 7:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Und Asylanten werden nicht nur deswegen gemobbt.
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Fidelio



Anmeldungsdatum: 22.03.2004
Beiträge: 1208
Wohnort: CH-3400 Burgdorf

BeitragVerfasst am: Do Dez 05, 2013 3:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hbss hat folgendes geschrieben:
Und Asylanten werden nicht nur deswegen gemobbt.


Die werden ganz sicher nicht gemoppt. Die erhalten alles was möchten. Es fragt sich nur auf welchem Weg.
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hbss



Anmeldungsdatum: 21.10.2004
Beiträge: 1310

BeitragVerfasst am: Do Jul 24, 2014 7:39 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Schneewittchen spricht.
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