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Ist das »sichere« Schweden der nächste Wackelkandidat ?

 
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admin



Anmeldungsdatum: 22.07.2004
Beiträge: 2296

BeitragVerfasst am: Mi Feb 16, 2011 10:07 am    Titel: Ist das »sichere« Schweden der nächste Wackelkandidat ? Antworten mit Zitat

Schweden gilt als europäischer Musterschüler. Doch erste Anzeichen sprechen dafür, dass sich die Krise auch in diesem Land weiter verschärfen wird. Eine immer höhere Verschuldung der Privathaushalte und steigende Immobilienpreise gefährden die Stabilität. Jetzt warnt sogar der Finanzminister.

Anders Borg, der schwedische Finanzminister sprach unlängst von »ernsthaften Risiken« auf dem heimischen Immobilienmarkt. Das Wort »Blase« nahm er wohlweislich nicht in den Mund. Dennoch scheint die Lage ernst zu sein, denn Borg erteilte der Finanzaufsicht den Auftrag, die Möglichkeiten für eine zwangsweise Tilgung von Hypotheken zu untersuchen. Dies kommt wohl nicht von ungefähr. Denn bisher entscheiden die Banken zusammen mit den Hypothekennehmern, ob und wie viele Schulden jährlich zu tilgen sind.

Das ist auch ein Grund dafür, weswegen die Verschuldung der privaten Haushalte immer weiter ansteigt, und zwar jährlich um satte zehn Prozent auf gegenwärtig 2.500 Milliarden Kronen (280 Milliarden Euro). Das schwedische Finanzsystem macht es möglich, denn Schuldenmachen wird immer mehr zum Volkssport – und das auch noch staatlich subventioniert: 30 Prozent der Hypothekenzinsen können ohne große Probleme vom zu versteuernden Jahreseinkommen abgezogen werden. Billige Kreditzinsen tragen ihren Teil ebenfalls dazu bei, dass Schuldenmachen »in« ist.

Die Kombination einer immer höheren Privatverschuldung mit steigenden Immobilienpreisen macht auch Zentralbankchef Stefan Ingves Sorgen. Eigentumswohnungen verteuerten sich in Schweden seit dem Jahr 2000 um 153 Prozent, Einfamilienhäuser um 72 Prozent. Analysten gehen deshalb davon aus, dass die Immobilienpreise derzeit um rund 40 Prozent überteuert sind und irgendwann wieder fallen werden.

Die schwedische Regierung hat die Gefahr erkannt und will den hochexplosiven Mix aus steigenden Privatschulden und hohen Immobilienpreisen entschärfen, bevor es zu größeren Blasenbildungen kommen kann. Ende Januar 2011 senkte sie deshalb die erlaubte Beleihungsgrenze für Darlehen von 95 auf 85 Prozent des Marktwertes und will nun auch den Leitzins in kleinen Schritten anheben, was eine Immobilienfinanzierung teurer machen wird. Auch das »Recht«, Hypothekenzinsen von dem zu versteuernden Jahreseinkommen abziehen zu können, soll auf den Prüfstand kommen.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD kommt in einer Studie zu dem Ergebnis, dass nur gesunde und stabile Immobilienmärkte eine Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen Wohlstand sind. Es wird überdies bemängelt, dass in vielen Ländern Eigenheimbesitzer Zinsausgaben beim Finanzamt geltend machen und so ihre Steuerlast reduzieren können. Nach Ansicht der OECD führt dies zu »exzessiven« Immobilieninvestitionen und fördert die Spekulation. »Deutlich höhere« Grundsteuern sollen das eindämmen, so der Rat der Forscher.

Ob die schwedische Regierung eine Verschärfung der heimischen Immobilienkrise verhindern kann, bleibt hingegen abzuwarten. Der europäische Musterschüler ist jedoch angeschlagen.

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hbss



Anmeldungsdatum: 21.10.2004
Beiträge: 1311

BeitragVerfasst am: Do Mai 23, 2013 5:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das in Schweden ist doch keine Krise.
Schau mal nach Zypern.
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